Naturschutz

Die „Ferienregion Wutachschlucht“ liegt im Herzen des Naturparks Südschwarzwald: Vielfalt, Schönheit und die unverwechselbare Eigenart von Natur und Landschaft charakterisieren den „Naturpark Südschwarzwald“.

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Zerklüftete Täler und abenteuerliche Schluchten, weite sonnige Höhen und tiefgrüne Wälder laden ein, die Natur hautnah zu erleben. Eingebettet in großräumige Natura 2000 Gebiete und Vogelschutzgebiete liegen die beiden besonders wertvollen Naturschutzgebiete „Wutachschlucht“ und „Wutachflühen“.

Das Naturschutzgebiet Wutachschlucht umfasst neben der Wutachschlucht auch die Gauchach-, Haslach- und Rötenbachschlucht sowie die Lotenbachklamm. Bitte beachten Sie der Natur zuliebe die ausgeschilderten Gebote.

Das Naturschutzgebiet Wutachflühen liegt räumlich zwischen Blumberg und Stühlingen und erstreckt sich zwischen Grimmelshofen und Achdorf. Beide Gebiete wurden wegen ihrer geologischen Besonderheiten und der hohen Artenvielfalt ausgeschieden. Insbesondere die Ursprünglichkeit der Wildflusslandschaft und der sie säumenden urigen Wälder bilden eine einmalige Kulisse für Wanderungen durch die Schlucht und ihre Seitentäler. War die Wutachschlucht einst auch intensiver landwirtschaftlich genutzt, so dominiert heute der Wald. Hochwertige Lebensräume wie Auewälder, Hangschluchtwälder oder seltene Steppenheidewälder sind entlang der Wanderwege zu erleben. Viele Teile der Wälder sind heute sich selbst überlassen und werden nicht mehr oder extensiv forstlich genutzt. Doch nicht nur die Wälder sondern auch die noch vorhandenen Wiesen sind naturschutzfachlich wertvoll. Mehr über die Besonderheiten am Wegesrand gibt es hier zu entdecken.

Naturschutz und Tourismus – ein Konflikt?

Seit 1994 betreuen Wutachranger hauptamtlich die Schutzgebiete. Martin Schwenninger ist seit 2004 als Wutachranger Ansprechpartner vor Ort und bietet auch geführte Touren an. In der Wandersaison wird er von ehrenamtlichen Wanderscouts unterstützt. Sie kennen das Spannungsfeld zwischen Tourismus und Naturschutz aus der alltäglichen Erfahrung und werden immer wieder gefragt:
Warum gibt es so viele Verbote im Naturschutzgebiet?
Je nach Witterung besuchen zwischen 60. bis 80.000 Menschen die Wutachschlucht. An manchen Tagen wie über Pfingsten oder in den Sommerferien kann es da schon mal eng zugehen. Darum ist es wichtig, dass sich die Besucher an Spielregeln halten. Dann überstehen Pflanzen und Tiere auch solche Tage einigermaßen stressfrei. Deshalb ist es besonders wichtig immer auf den ausgewiesenen Wanderwegen zu bleiben und nicht querfeldein das Gebiet zu erforschen. Dies ist auch im Falle eines Unfalls von großem Vorteil.

Warum müssen denn alle Hunde angeleint sein?

Das Wegegebot gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für ihre Hunde. Gerade wenn Hunde die Wanderwege verlassen, beunruhigen sie bodenbrütende Vögel und zerstören teilweise auch deren Gelege. Ebenso kommt es zu Konflikten zwischen den Hunden selbst und nicht zuletzt sollte daran gedacht werden, dass auch Kinder auf den schmalen Wanderwegen unterwegs sind. Ein freilaufender Hund kann nicht in seinem Verhalten eingeschätzt werden und vermittelt oft erst einmal Ängste und kann eine Gefahr darstellen.

Wo kann ich zelten?

Zelten im Naturschutzgebiet ist grundsätzlich nicht erlaubt. Wer trotzdem das Abenteuer mit Zelt und Rucksack sucht kann gerne am Bruderhof (Tel 07709-318) bei der Wutachmühle auf Nachfrage zelten.
Konflikte und unliebsame Strafzettel vermeiden Sie, wenn Sie außerhalb des Naturschutzgebietes ihre Zelte aufschlagen.

Gibt es eine Strecke für Mountainbiker durch die Wutachschlucht?

In den Tiefen der Schlucht gibt es keine Möglichkeit mit dem Mountainbike oder Fahrrad die Schlucht zu erfahren. Die Wege sind hier eng und für Radfahrer gesperrt.Wer mit dem Bike durch die Schlucht will, muss es schieben oder tragen. Rund um die Schlucht gibt es aber ein gut ausgebautes Netz an Bikemöglichkeiten.

Bitte beachten Sie der Natur und anderen Besuchern zuliebe die ausgeschilderten Gebote.